"Den Küken-Status hinter sich gelassen"

Julia Schäfle über ihre Rolle als Kommissarin Nina Weiss

Julia Schäfle als Nina Weiss
Julia Schäfle spielt Kommissarin Nina Weiss. | Bild: ARD / Georges Pauly

Julia Schäfle erzählt im Interview über den großen Sprung der Kommissarin Nina Weiss, die sie bei "Morden im Norden" spielt, Schüchternheit und radikale Zeiten.

Sie spielen seit 2016 die Kommissarin Nina Weiss. Wie hat sich die Jüngste im Team entwickelt?

Nina Weiss macht in der neuen Staffel einen großen Sprung. Aus dem lächelnden, braven Mädchen der Anfangszeit, das im Innendienst gewissenhaft alle Aufgaben erledigt, ist eine eigenwillige Frau geworden. Es gefällt mir sehr, dass sie den Küken-Status hinter sich lässt und in der Folge "Herzweh" zum ersten Mal im Alleingang ermittelt.

Wird bei "Morden im Norden" darüber nachgedacht, wie es mit den Figuren weitergeht?

Es gibt bei "Morden im Norden" eine große Offenheit für Veränderung. Man sucht immer weiter: Wie erzählen wir die Kriminalgeschichten noch spannender? Wie schärfen wir weiter das Profil der Figuren? Es passiert auf allen Ebenen sehr viel.

Was mögen Sie an Ihren Partnern Sven Martinek und Ingo Naujoks?

Sie haben einen sehr kreativen Humor, der aus der Situation heraus kommt. Beim Drehen geben sie oft Sachen von sich, bei denen ich mich frage, woher nehmen sie das denn jetzt?

Ingo und Sven kennen sich in- und auswendig und spielen sich am Set die Bälle zu. Sie treten fast immer zu zweit auf, nicht nur wenn die Kamera läuft, und sie besitzen beide eine enorm raumgreifende Präsenz. Als ich in die Serie eingestiegen bin, habe ich erst einmal lernen müssen, beim Spielen dagegenzuhalten und ein Standing zu entwickeln. 

Im Privaten neige ich ja eher zu Schüchternheit und Zurückhaltung. Aber da bewegt sich gerade etwas in mir. Ich lese und erlebe jeden Tag, dass wir ja in radikalen Zeiten leben. Viele Menschen, vor allem die jungen Leute, fordern von der Regierung schnelle und ernsthafte Maßnahmen gegen den Klimawandel. Sie sagen: Handelt jetzt! Diese Haltung und diesen Einsatz finde ich sehr wichtig. Sie fließt zu einem gewissen Teil in meine Rolle ein.

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