Abschiedsinterview mit Désirée von Delft

Romy (Désirée von Delft) wird von Valentina (Paulina Hobratschk, h.) verunsichert.
Désirée von Delft als Romy | Bild: ARD / Christof Arnold

»Romy ist das gutmütigste Geschöpf, das mir je begegnet ist.«

Schüchtern, verträumt und romantisch – so lernten die "Sturm der Liebe"-Zuschauer Romy Ehrlinger kennen, als sie im November 2017 zum ersten Mal in der Telenovela zu sehen war. Als sie kurz darauf auf den sportlichen Paul Lindbergh traf, war es sofort um sie geschehen und die atemberaubende Liebesgeschichte nahm ihren Lauf. Doch die Hochzeit der beiden endete dramatisch: Romy verstarb in den Armen ihres Mannes. Wir haben mit Désirée von Delft anlässlich ihres Ausstiegs gesprochen.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du die Zusage für die Rolle der Romy Ehrlinger erhalten hast?

Ja. Das war in Nordfrankreich am Strand. Ich habe meinen Agenten kaum verstanden, weil der Wind so stark war. Ich habe mich natürlich riesig gefreut, aber die Zusage bedeutete auch gleichzeitig eine große Veränderung meiner Lebenssituation. Ich bin mit meiner Familie für "Sturm der Liebe" nach München gezogen.

Wie hast du 2017 deinen ersten Drehtag erlebt?

An meinem ersten Drehtag hat es in Strömen geregnet. Wir mussten einige Zeit warten, bis wir anfangen konnte zu drehen, und ich hatte die Möglichkeit das Team in Ruhe kennenzulernen. Mein Spielpartner hat mir meinen Einstieg auch sehr leicht gemacht. Danke Sepp!

Kannst du dich noch an deine erste Begegnung mit Sandro erinnern?

Oh ja! Bei seinem Casting war ich seine Spielpartnerin. Er trug einen Bart, wir haben viel gelacht und ich musste mich auf Zehenspitzen stellen, um ihn zu küssen.

Als du erfahren hast, dass Romy Sängerin werden soll, wie war das für dich?

Ich habe mich sehr gefreut, dass Romy singen durfte, weil ich für mein Leben gerne singe. Romys Lieder kamen aus tiefstem Herzen. Als Goran und Frau Schweitzer versucht haben, aus ihr eine Sängerin zu machen, ist ihr der Song im Hals stecken geblieben. Wenn sie für Paul sang, war es so echt, dass er daraus sogar die Kraft zog, um gesund zu werden.

Was hat dir am besten an der Liebesgeschichte zwischen Romy und Paul gefallen?

Romy und Paul sind wirklich durch Höhen und Tiefen gegangen. Es hat ziemlich lange gedauert, bis die beiden zueinander gefunden haben. Auf diesem Weg gab es so viele lustige, dramatische, romantische und tragische Momente. Ich bin sehr dankbar dafür, dass die Geschichte zwischen Romy und Paul so vielseitig war. Wir haben beide eine große Empathie für unsere Rollen und uns als Spielpartner erlebt. Das ist das Besondere an der Liebesgeschichte von den Beiden.

Wie hast du reagiert, als du von den Hochzeitsplänen für Romy und Paul erfahren hast?

Ich habe mich gefreut, dass die Liebe mit einer Hochzeit gekrönt wird. Ich hatte aber auch ein mulmiges Gefühl, weil eine Hochzeit bei "Sturm der Liebe" meistens Abschied bedeutet.

Was war das Verrückteste, das dir am Set passiert ist?

Es gab eine Situation, über die ich wahrscheinlich mein ganzes Leben lang lachen werde: Paul lag erblindet im Krankenhaus und Romy stand weinend, um Verzeihung bittend, an seinem Bett. Sandro hatte die Augen verbunden und nutzte womöglich die Gelegenheit, sich etwas auszuruhen. Wenn er nur nicht geschnarcht hätte ...

Was vermisst du am "Sturm" am meisten?

Das Team, das Studio (mein Puppenzimmer), die Menschen, den Alltag, die Geschichten und Kollegen. Was mir geblieben ist, sind aufregende Erinnerungen, neue Freundschaften und viele wunderbare Fans.


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