Bye-bye, Nadja: Abschiedsinterview mit Anna Lena Class

Die Schauspielerin über ihren Ausstieg, den Dreh und ihre Rolle als Bösewichtin

Nadja (Anna Lena Class) will Tim (Florian Frowein) für sich – um jeden Preis.
Nadja (Anna Lena Class) will Tim (Florian Frowein) für sich – um jeden Preis. | Bild: ARD / Christof Arnold

Durchtrieben, intrigant, verführerisch – mit diesen Worten beschreibt Anna Lena Class die Rolle der Nadja Holler, die sie seit Dezember vergangenen Jahres am "Fürstenhof" verkörpert. Nadja hat schon früh gelernt, was das Wichtigste im Leben ist: Geld! Und um das zu bekommen, ist ihr jedes Mittel recht. Als sie erfährt, dass ihr ehemaliger Liebhaber Tim Degen (Florian Frowein) sich inzwischen als Saalfeld entpuppt hat und somit Erbe eines großen Vermögens ist, kommt sie an den "Fürstenhof", um ihre Affäre mit ihm wieder aufzunehmen. Gegen ihre Konkurrentin Franzi (Léa Wegmann) fährt sie die Krallen aus. Und zunächst sieht es so aus, als ob Nadja ihr Ziel tatsächlich erreichen würde. Doch dann verstrickt sie sich immer mehr in ihren Lügen, bis ihr nur noch ein Ausweg bleibt: die Flucht. Wir haben mit Anna Lena Class anlässlich ihres Ausstiegs gesprochen.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du die Zusage für die Rolle der Nadja Holler erhalten hast?

Ich saß mit meiner Freundin im Café, als mich Silke Klug-Bader, die "Casterin", anrief und mich fragte, ob da eine gewisse "NADJA" am Telefon sei … Ich habe einen Moment gebraucht, um zu verstehen, dass das eine Zusage für die Rolle der "Nadja" war. Das war sehr lustig. Dann habe ich mich einfach nur lauthals gefreut.

Wie hast du deinen ersten Drehtag erlebt?

Das war wie ein Déjà-vu (ich hatte ja vor vielen Jahren schon mal beim Sturm gedreht). Durch die Schwingtür nochmal den "Fürstenhof" zu betreten, war wie "nach Hause" kommen.

Wie hast du dich auf deine Rolle als Nadja Holler vorbereitet?

Ich habe mich an Märchen mit all ihren tollen und dunklen Königinnen, Hexen und Feen orientiert.

Wie war es für dich die Rolle einer Bösewichtin zu spielen?

Die "Böse" ist immer eine große Herausforderung. Ich habe versucht, sie so facettenreich wie möglich darzustellen. Eindimensional "böse" ist langweilig. Auch Nadja hatte ihre verletzlichen Momente und nicht nur "falsche Tränen".

In welche Rolle deiner Kollegen wärst du gerne mal für einen Tag geschlüpft?

Ich habe noch nie eine Doppelrolle gespielt, so wie Florian in zwei Rollen gleichzeitig schlüpft (Boris und Tim). Darauf hätte ich große Lust. Nadjas Zwilling. Das wär's.

Was vermisst du am "Sturm" am meisten?

Ich bin ein "Arbeitstier", ein absoluter Workaholic. So viel Szenen täglich spielen zu dürfen, ist für mich das Allergrößte. Deswegen habe ich auch schon so viele Serienformate gedreht. Das Studio, die viele Arbeit und natürlich meine Kollegen fehlen mir unglaublich. Aber auch Nadja fehlt mir ein bisschen.

Nach den Erfahrungen am Set vom "Sturm", wo möchtest du schauspielerisch
noch hin? Wo siehst du dich in ein paar Jahren?

Dass ich in meinem Beruf seit so vielen Jahren stetig beschäftigt bin und davon leben kann, ist alles, was ich immer wollte. Ich habe meinen Traumberuf, und nachdem ich schon viel TV-Filme und auch Kino gedreht habe, kann ich ehrlich sagen: Für die täglichen Serien schlägt mein Herzblut. Im Juli und August würde ich eigentlich an der Komödie am Bayerischen Hof auf der Bühne stehen, ob es dazu kommen wird ist wegen Corona noch ungewiss.

Das Interview führte Susanne Engstle für DasErste.de

Anna Lena Class spielt Nadja Holler
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