ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb: Statuten

Präambel

Die ARD bekennt sich zum Dokumentarfilm. Dieses filmische Genre greift in großer Vielfalt nationale und internationale Themen von hoher Relevanz auf, die die drängenden Fragen unserer Zeit behandeln und die von besonderem Interesse für eine größere deutsche Öffentlichkeit sind. Die Förderung des Dokumentarfilms entspricht in hohem Maße dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag.

Mit der Auslobung des Dokumentarfilm-Wettbewerbs will die ARD Produktionsfirmen und deren Filmemacherinnen und -macher bestärken, Ideen einzubringen und zu realisieren.

Auslobung und Vorschlagsrecht

1. Der "ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb" wird von BR, MDR, NDR, SWR, RBB und WDR ausgerichtet. Die Federführung und Organisation liegt beim MDR.

2. Der Wettbewerb ist mit 250.000 € brutto dotiert. Das Erste garantiert einen Sendeplatz als Erstausstrahlung im Abendprogramm des Ersten Deutschen Fernsehens und eine Veröffentlichung in der ARD Mediathek.

3. Prämiert werden noch nicht realisierte Projekte. Die genannte Summe fließt in die Produktion und soll maßgeblich zur Realisierung des Projektes beitragen.

4. Der Wettbewerb wird jährlich ausgeschrieben. Der Zeitplan und der Einsendeschluss werden auf der Website: daserste.de/dokumentarfilm-wettbewerb oder daserste.de/dokumentarfilmwettbewerb und dem Facebook-Account: https://www.facebook.com/ARDDOKUWettbewerb/ veröffentlicht.

5. Die Vorschläge müssen von Produktionsfirmen mit Sitz in Deutschland eingereicht werden.

Anforderungen

1. Gesucht wird ein kreatives dokumentarisches Highlight. Eingereicht werden können Filmprojekte, die ein politisch und gesellschaftlich relevantes Thema aufgreifen, einen klaren Bezug zu Deutschland haben und auch internationale Relevanz besitzen. In der Ausschreibung kann ein Themenfeld vorgegeben werden.

2. Das Filmvorhaben soll herausragen durch tiefgründige Recherche, exklusive Zugänge und eine außergewöhnliche, neuartige und kreative Handschrift.

3. Das Format für die filmische Realisierung ist Dokumentarfilm.

4. Der Film sollte eine Länge von ca. 90 Minuten haben.

5. Das Projekt muss exklusiv für den ARD-Dokumentarfilm-Wettbewerb entwickelt werden. Vorschläge, die bereits einer oder mehreren ARD-Rundfunkanstalten zur Prüfung vorgelegen haben, werden von diesem Wettbewerb ausgeschlossen.

Einreichung

1. Das Einreichungsformular ist zu nutzen (daserste.de/dokumentarfilm-wettbewerb oder  daserste.de/dokumentarfilmwettbewerb)

2. Einzureichen sind im Format pdf in einfacher Ausfertigung:

  • eine Logline/Synopsis (1 Seite)

  • ein mindestens 5 Seiten umfassendes Exposé, das den hochwertigen Look und die dramaturgischen Strukturen erkennen lässt.

  • Ein Marketing-Konzept (online), das den Eventcharakter des Themas und des Filmes verdeutlicht (max. 4 Seiten)

  • eine Grobkalkulation

  • ggf. ein Finanzierungsplan

3. Einreichungen, die die Einreichbedingungen nicht erfüllen oder nicht fristgerecht eingehen, werden nicht für den ARD Dokumentarfilm Wettbewerb zugelassen. Über die Nicht-Zulassung entscheidet der Jury-Vorsitzende. 

4. Die Einreichfrist publiziert die ARD mit der Ausschreibung.

5. Die Produktionsfirma versichert mit der Einreichung ihrer journalistischen Beiträge, dass die Wettbewerbsbeiträge nicht Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzung sind. Gleichzeitig erklärt sie schriftlich, dass der Vorschlag bislang keiner ARD-Anstalt zur Prüfung vorgelegen hat.

Jury

1. Die Jury besteht aus sechs von der jeweiligen Landesrundfunkanstalt benannten Mitgliedern/innen und dem/der ARD Chefredakteur/in. Ergänzende Publikumsvoten sind möglich.

2. Den Vorsitz der Jury hat der/die ARD Chefredakteur/in.

Nominierungen

1. Die Jury bewertet die eingegangenen Projekte und nominiert daraus fünf für das Finale.

2. Eine öffentliche Dokumentation der Beurteilungen zu eingereichten Beiträgen findet nicht statt.

3. Die Beratungen der Jury sind nicht öffentlich.

4. Die Jury entscheidet unabhängig.

Projektpräsentationen

1. Die fünf nominierten Projekte werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung bei Dok Leipzig der Jury und dem Publikum präsentiert. Die Teilnahme an der Präsentation ist Grundlage der Juryentscheidung, bei einer Absage rückt ein anderes Projekt auf die Nominierungsliste nach.

2. Die Einreichenden haben ihr Projekt in geeigneter Form zu präsentieren, ein aussagekräftiger Trailer ist Grundbedingung.

3. Die Kosten für die Präsentation werden auf der Grundlage des Eckpunktepapiers EPP 2.0 erstattet, ebenso die Hotel- und Reisekosten.

4. Die Jury entscheidet nach dem Mehrheitsprinzip.

5. Der Sieger/die Siegerin des ARD Dokumentarfilmwettbewerbs wird nach der Jury-Sitzung bekannt gegeben.

Rechtsweg

Der Rechtsweg gegen Entscheidungen, Beurteilungen und Bewertungen der Jury ist ausgeschlossen.

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