Glossar zu "Lehman"

Glossar zu "Lehman"

Mirko Heckner (Nicolai Gonther) und Nele Fromm (Mala Emde).
Nicolai Gonther und Mala Emde spielen Mirko Heckner und Nele Fromm im Dokudrama "Lehman". | Bild: HR/AVE Publishing / Dominik Berg

Die Anleihe

Ein festverzinsliches Wertpapier. Sie leihen Staaten oder Firmen Geld und erhalten dafür Zinsen.

Die Bankenbilanz

Die Gegenüberstellung zu einem gewissen Zeitpunkt von Aktiva und Passiva. Aktiva bezieht sich dabei z. B. auf das Geld einer Bank, das sie verliehen hat, beispielsweise im Zuge eines Kredits vergeben wurde. Passiva hingegen bezieht sich z. B. auf Gelder, die Kunden bei der Bank in Form von Sparbriefen oder Wertpapieren anlegen. Eine Bankenbilanz ist dann ausgeglichen, wenn Aktiva und Passiva gleich hoch sind.

Die Bonität

Auch Kreditwürdigkeit genannt. Der Maßstab für die Qualität einer Person oder Institution, geliehenes Geld wieder zurück zahlen zu können.

Das Derivat

Märkte jeglicher Art sind grundsätzlich Kursschwankungen unterworfen. Waren verlieren und gewinnen an Wert. Ursprünglich dienten Derivate dazu, Geschäfte abzusichern, etwa gegen Währungsschwankungen. Heute versteht man darunter auch andere Geldanlagegeformen. Mit einem Derivat spekuliert man darauf, ob der Preis eines bestimmten Produktes in Zukunft steigen oder fallen wird. Das können Rohstoffe oder Lebensmittel sein, aber auch andere Vermögensgegenstände wie Anleihen oder Wertpapiere. Auch für Zinssätze oder Indices gibt es Derivate.

Die Direktbank

Sie bietet ihren Service hauptsächlich über das Internet an, in seltenen Fällen auch über das Telefon. Zum Ausgleich für fehlende Filialen bietet sie ihre Leistungen zu günstigeren Konditionen an.

Die Einlagen

Einlagen sind Geldbeträge, die die Kunden als Sparer den Banken gegen eine Zinszahlung überlassen.

Die Einlagensicherung

Die Einlagensicherung ist eine Einrichtung zum Schutz der Bankkunden vor Verlust ihrer Einlagen im Fall des Konkurses ihrer Bank. Der gesetzliche Einlagenschutz sichert Einlagen zum Beispiel auf Girokonten, Sparbüchern sowie Termin- und Festgeldkonten bis maximal 100.000 Euro je Kunde.

Der Emittent

Der Emittent ist derjenige, der zum Zweck der Geldbeschaffung Wertpapiere ausstellt und verkauft.

Der Konkurs

Konkurs oder Insolvenz bedeutet Zahlungsunfähigkeit.

Diese liegt immer dann vor, wenn ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Beispielsweise kann er einen Kredit nicht mehr tilgen oder offene Rechnungen begleichen. Häufig endet ein Konkurs mit der Auflösung eines Unternehmens.

Die Liquidität

Liquidität wird auch Zahlungsfähigkeit genannt. Sie beschreibt den Besitz von genügend Bargeld oder auch Gütern, die schnell in Bargeld umgewandelt werden können.

Die Ratingagentur

Die Ratingagentur ist ein privates Unternehmen, das gewerbsmäßig die Bonität von Finanzprodukten, Unternehmen und Staaten bewertet. Das höchste Rating nennt sich "Triple A".

Short Selling (auch Leerverkauf)

Short Selling bzw. Leerverkauf ist der Verkauf von Wertpapieren, die Sie aktuell nicht besitzen, in der Hoffnung, dass diese an Wert verlieren werden und Sie den Handel mit einem Gewinn abschliessen können. Man nennt diese Art des Handelns auch shorten.

Zertifikate

Bei Zertifikaten handelt es sich um Schuldverschreibungen, i. d. R. einer Bank. Im Gegensatz zu Anleihen oder Festgeldern erhält der Anleger bei Zertifikaten aber keinen festen Zinssatz. Der Käufer eines Zertifikats erwirbt das Recht auf Auszahlung eines bestimmten Geldbetrags zum Laufzeitende. Die Höhe der Rückzahlung richtet sich nach der Wertentwicklung bestimmter Basiswerte wie Aktien, Indizes oder anderer Vermögenswerte.

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