SENDETERMIN Mo., 27.01.20 | 20:15 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Unsere Erde aus dem All (1)

Magische Muster

Wie ein Bettlaken sieht das riesige Dünengebiet Lençóis Maranhenses im Norden Brasiliens aus. Die gewaltige Dimension wird erst aus dem All sichtbar.
Wie ein Bettlaken sieht das riesige Dünengebiet Lençóis Maranhenses im Norden Brasiliens aus. Die gewaltige Dimension wird erst aus dem All sichtbar. | Bild: NDR/doclights

Die dreiteilige Reihe "Unsere Serie aus dem All" gehört zu den ambitioniertesten Naturfilmproduktionen der vergangenen Jahre. Erstmalig werden Kameras eingesetzt, die an Satelliten die Erde umkreisen, und mit aufwendigen Drohnenaufnahmen kombiniert. Die Bilder zeigen unseren blauen Planeten aus völlig neuen Perspektiven.

In der ersten Folge von "Erlebnis Erde: Unsere Erde aus dem All" zeigen die Aufnahmen aus dem Weltall rings um Korallenstöcke helle Ringe – ein Muster, das sich in vielen Riffen wiederholt. Sie stammen von algenweidenden Fischen, die sich aus Angst vor Raubfischen nie weit von den Korallen entfernen. Fehlen die Raubfische, so fehlen auch die abgeweideten Sandringe.

Die Waldelefanten von Dzanga Bai sind schon lange bekannt, aber Satelliten ermöglichen es nun weitere Lichtungen im Regenwald Zentralafrikas zu entdecken.
Die Waldelefanten von Dzanga Bai sind schon lange bekannt, aber Satelliten ermöglichen es nun weitere Lichtungen im Regenwald Zentralafrikas zu entdecken. | Bild: NDR/doclights

Im Herzen des Kongodschungels fällt ein großer heller Fleck ins Auge – eine 500 Meter lange Lichtung. Generationen von Waldelefanten haben sie erschaffen, indem sie in dem schlammigen Boden nach Mineralien schürfen. Auch das südaustralische Outback ist übersät von unzähligen kleiner Flecken. Wer hat nun da seine Hand – oder Pfote – im Spiel?

Veränderungen im Zeitraffer

Satellitenbilder aus 30 Jahren, kombiniert und im Zeitraffer dargestellt, zeigen auf atemberaubende Weise, wie Flüsse immer wieder ihren Lauf ändern – aber auch, warum Madagaskar zu bluten scheint und ein junges Orang-Utan-Weibchen auf Borneo kaum noch eine Zukunft hat.

Es gibt kaum noch Regionen auf der Erde, die der Mensch nicht nach seinen Bedürfnissen umgestaltet hat.
Felder in Bolivien: Es gibt kaum noch Regionen auf der Erde, die der Mensch nicht nach seinen Bedürfnissen umgestaltet hat. | Bild: NDR/doclights

Wenn wir Menschen der Erde unseren Stempel aufdrücken, so hinterlassen wir meist wohlgeordnete, teilweise wunderschöne Muster. Sie erzählen von bahnbrechenden Errungenschaften, die seit mehr als 10.000 Jahren unser Überleben sichern – aber auch von dramatischer Zerstörung. Nie zuvor konnte sie so erschreckend eindrucksvoll dokumentiert werden wie heute aus dem All.

Bekannteste Schimpansen-Gruppe der Welt in Gefahr

Auch die bekannteste Schimpansen-Gruppe der Welt im tansanischen Gombe Nationalpark, erstmals von der berühmten Primatologin Jane Goodall beobachtet, droht mit dem Verlust ihres Heimatwaldes unterzugehen. Naturschützer und Einheimische aber haben gemeinsam einen Wandel bewirkt. Gemessen am Ausmaß der Zerstörungen mag er klein und unbedeutend erscheinen – und ist doch so entscheidend und so gewaltig, dass wir alle ihn sehen können – durch die Augen der Satelliten aus dem All.

Dreiteiliger Film von Jo Shinner

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung 30 Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar.

Eine Produktion von BBC Studios The Natural History Unit

Deutsche Fassung: Doclights / NDR Naturfilm

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