SENDETERMIN Do, 31.01.19 | 01:40 Uhr | Das Erste

Mein Sohn Helen

Finn und Tobias
Langsam kommen sich Vater und Sohn wieder näher: sie gehen gemeinsam zur Transgender-Kids-Party. | Bild: ARD Degeto / Britta Krehl

Spielfilm Deutschland 2015

Als Tobias Wilke den 17-jährigen Finn nach dessen einjährigem Auslandsaufenthalt vom Flughafen abholen will, steht ihm eine junge Frau gegenüber, in der er nur langsam seinen Sohn wiedererkennt. Finn erklärt seinem verwirrten Vater, sich schon immer als Mädchen im Jungenkörper gefühlt zu haben. Er nennt sich nun Helen.

Das Austauschjahr bei seiner Tante in den USA hat er genutzt, um die sexuelle Identität endlich offen zu zeigen. In der Zeit in San Francisco ist sein Entschluss endgültig gereift, sich ab sofort als Mädchen zu kleiden, um den gesetzlich vorgeschriebenen "Alltagstest" bestehen und bei Eintritt der Volljährigkeit eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können.

Für sein Umfeld beginnt der Härtetest. Nach dem ersten Schrecken sieht sich der aufgewühlte Vater mit einer Vielzahl von Fragen konfrontiert: Wie kann es sein, dass er nichts gemerkt hat? Hat seine vor zwei Jahren tödlich verunglückte Frau, deren Verlust Tobias noch nicht überwunden hat, etwas gewusst? Aber auch Helen muss sich schmerzlichen Fragen stellen: Wird es ihr gelingen, bei ihrem Entschluss zu bleiben?

Selbst auf die Gefahr hin, die Menschen, die ihr am meisten bedeuten, zu verlieren? Gemeinsam begeben sich Vater und Tochter auf eine Reise, die sie gleichermaßen zueinander und zu sich selbst führt: ein komisches, liebevolles Ringen um Wahrheit und Selbstbestimmung.

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Das Thema "Transgender" rückt immer stärker in den Fokus des öffentlichen Interesses, auch als Filmthema. Eindrucksvoll, authentisch und klug wird hier die Problematik in all ihren Schattierungen beleuchtet. Eine Dramedy mit feinem Humor, weder sentimental noch düster. Jannik Schümann glänzt mit seiner berührenden Darstellung von Finn/Helen. Und Heino Ferch als alleinerziehender Witwer stellt die emotionale Achterbahnfahrt vom gänzlich überforderten bis zum verständnisvollen Vater glaubhaft dar.

Besetzung und Stab

Rolle Darsteller
Tobias Wilke Heino Ferch
Finn Helen Wilke Jannik Schümann
Diana Calis Winnie Böwe
Jasmin Thalheimer Kyra Kahre
Gabi Schäfer Judith Rosmair
Louisa Atalay Zoe Moore
Adrian Peschel Timur Bartels
Boris Atalay Özgür Karadeniz
Petra Atalay Sanne Schnapp
Helge Schott Thilo Prothmann
Mimi Schott Milena Dreißig
Christopher Funke Rafael Gareisen
Theo Kalkbrenner Hauke Petersen
Dr. Noak Luc Feit
Frau Moor Irene Rindje
Hans Wilke Manfred Andrae
Sigrid Wilke Beatrice Richter
Rektor Roger Sattmann Matthias Brenner
Psychiaterin Dr. Just Tina Engel
Musik: Maurus Ronner
Kamera: Jutta Pohlmann
Buch: Sarah Schnier
Regie: Gregor Schnitzler
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