Jörg Hartmann als Uwe Tezloff

Uwe Tezloff (Jörg Hartmann) ist in Montevideo untergetaucht.
Jörg Hartmann in seiner Rolle als Uwe Tezloff | Bild: ARD Degeto/WDR

Im Gegensatz zu seiner Frau ist Uwe Tezloff eher introvertiert und unsicher. Er will nach der langen Haftstrafe kein Risiko mehr eingehen. Daher lässt er sich hinhalten und taucht mit seiner Frau in der Anonymität Montevideos unter. Er liebt seine Frau noch immer über alles, weiß aber, dass er sie verlieren wird, wenn sie erst einmal das Geld haben. Er kann nicht verhindern, dass seine Frau nachts die Wohnung verlässt und das Abenteuer sucht – was nicht nur mit Blick auf die Zielfahnder an ihm nagt.

Fragen an Jörg Hartmann

Wer ist Uwe Tezloff? Was hat Sie an dieser Rolle interessiert?

Uwe Tezloff ist mindestens genauso von Unsicherheit geprägt wie von krimineller Energie. Mich hat die Verletzlichkeit der Figur interessiert, auch bedingt durch das Asthma. Entscheidend für mich, bei dem Projekt "anzubeißen", waren aber auch die Kollegen und vor allem der Regisseur Stephan Lacant, dessen mitreißende Besessenheit mir schon beim Casting gefiel.

Wie haben Sie die Dreharbeiten in Uruguay erlebt?

Zunächst konnte man nur bedingt dem Drehplan vertrauen, ständig musste umdisponiert werden, und das oft sehr kurzfristig. Aber letztendlich haben diese Umstände auch den besonderen Reiz ausgemacht und das Team zusammengeschweißt. Wir waren wie auf einer grandiosen Klassenfahrt, die Uruguayer, Argentinier und Deutsche zusammengebracht hat. Die Menschen in Uruguay sind beneidenswert freundlich und entspannt, was einem nur wieder klarmacht, wie getrieben und unzufrieden wir oft sind. Ich hatte sogar noch Zeit für eine kurze Reise an Uruguays Küste und nach Buenos Aires, wo ich lustigerweise fast Frau Merkel in die Arme gelaufen wäre.

Was ist für Sie das Besondere am "Zielfahnder"?

Zunächst natürlich ist der Schauplatz ein besonderer. Diese herrlich morbide Stimmung Montevideos ist ein perfekter Rahmen für die verlorenen Charaktere! Und ihnen wiederum kann man dabei zusehen, wie sie versuchen, das Glück zu erjagen und teilweise desaströs scheitern. Der Krimiplot ist gar nicht das Entscheidende. Es sind die Figuren in ihren Zuständen, in ihrer Einsamkeit, die im Vordergrund stehen.

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