Fragen an Filip Zumbrunn

Kamera

Will Gutes tun: Walter Loving (Hans Hollmann) begrüsst die VIP-Gäste zum Benefizkonzert. Im Bildhintergrund: Die Pianistin Miriam Goldstein (Teresa Harder), der Dirigent Gidon Winternitz (Gottfried Breitfuss) und die Konzertorganisatorin Silvia Bosshardt (Heidi Maria Glössner).
Will Gutes tun: Walter Loving begrüsst die VIP-Gäste zum Benefizkonzert. Im Bildhintergrund: Die Pianistin Miriam Goldstein, der Dirigent Gidon Winternitz und die Konzertorganisatorin Silvia Bosshardt. | Bild: SRF / Hugofilm

Wie haben Sie sich auf den Dreh vorbreitet?

Die schwierigste Aufgabe aus technischer Sicht war es, eine Kamera-Konstellation zu erfinden, die von der Qualität her ausreichend und von der Größe und dem Gewicht her so klein und leicht wie möglich war. Auch musste ich ein System finden, wie ich am einfachsten und effizientesten die Schärfe selber bedienen konnte. Wir haben während der Proben viel testen und ausprobieren können und kamen schlussendlich zwei Wochen vor Dreh zu einer perfekten Lösung. Von der physischen Seite her musste ich mich natürlich mit Training und Physio-Übungen fit halten und besonders die Unterarme stärken, damit ich die Kamera 90 Minuten lang halten konnte. Auch die Flüssigkeitszunahme vor dem Dreh musste gut eingeteilt werden, um nicht mitten im Dreh auf die Toilette gehen zu müssen.

Was war das Spezielle, und was haben Sie für Ihre Arbeit gelernt?

Die größte Herausforderung war es, den kompletten 90-minütigen Film mit allen Dialogen, Bewegungen und Abläufen im Kopf gespeichert zu halten. Somit konnte ich auf alle Unregelmäßigkeiten und Änderungen spontan reagieren, ohne dass es die Zuschauerinnen und Zuschauer merken. Diese Hirnleistung war erstaunlicherweise viel ermüdender als die körperliche Leistung.

Wie haben Sie es geschafft, dass die Handlung genau im vorgegebenen Zeitrahmen stattfand?

Durch die lange Probezeit hatten wir die Möglichkeit, uns schon sehr genau in die vorgegebene Zeit einzupassen. Aber schlussendlich stimmte der Flow zwischen Schauspielern, Kamera und Crew, damit alle Takes, die wir drehten, um circa 90 Sekunden gleich lang wurden.

Von jetzt an nur noch One-Taker?

Ich denke, es war eine fantastische Erfahrung, einen langen Film ohne Schnitt zu drehen, aber vielleicht ist ein solcher Film auch genug für ein Leben.

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