Kommentar des Drehbuchautors

Drehbuchautor Claus C. Fischer
Drehbuchautor Claus C. Fischer | Bild: dpa / Uwe Zucchi

»Immer häufiger finden sich in den Medien Meldungen von sogenannten 'erweiterten Selbstmorden', bei denen ein Mann – manchmal auch eine Frau, aber meistens ist es ein Mann – seine gesamte Familie tötet, bevor er sich selbst umbringt. Er – oder sie – sieht keinen Ausweg mehr für sich und will denen, die er liebt oder die er nur von sich allein abhängig wähnt – ein ähnlich auswegloses Leben ohne ihn ersparen. Er tötet die Hoffnung, die in jedem Leben liegt. Ich habe mich gefragt: Was ist, wenn ein Kind, das eigentlich sterben sollte, überlebt? Wie lebt – wie überlebt – es damit, dass auf einen Schlag alle Menschen, die ihm etwas bedeuten, ausgelöscht worden sind? Wie lebt man damit, dass der eigene Vater – die eigene Mutter – einen töten wollte? Und was ist, wenn auch der Täter überlebt? Wie kann es weitergehen zwischen diesen beiden Menschen? Kann es überhaupt weitergehen? Oder muss nicht einer von beiden eine Situation heraufbeschwören, in der alles möglich ist – auch der beim ersten Mal versäumte Tod, weil es danach kein wirkliches Leben mehr gegeben hat – für keinen von beiden?«

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