Gespräch mit Jasmin Gerat

Jasmin Gerat spielt Kristin Goebels
Jasmin Gerat spielt Kristin Goebels | Bild: ARD

Sie spielen eine Ladungsmeisterin bei der Bundeswehr. Muss sie in dieser Männerwelt beweisen, besonders hart zu sein?

Ich habe einen engen Freund, der lange als Fallschirmjäger gedient hat. Den habe ich intensiv ausgequetscht. Natürlich war mir vorher bewusst, dass dieses Milieu eine Männerdomäne ist. Kristin Goebels denkt allerdings nicht in diesen Kategorien. Ihre Leidenschaft fürs Fliegen ist zu groß. Und sie ist souverän und patent genug, um sich in diesem Umfeld völlig natürlich zu bewegen.

Die Soldatin gaukelt sich und anderen lange das private Glück vor. Darf sie ihre Verletzlichkeit nicht zeigen?

Job ist Job und das Private hat auf dem Flugfeld nichts verloren. So wie es in den meisten Berufen der Fall ist, oder?! Kristin Goebels ist extrem pragmatisch und konzentriert auf ihre Arbeit – genau dafür schätzen sie ihre Kollegen sehr.

Wir haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Emotional war es für mich schon eine große Herausforderung, weil ich während des Drehs schwanger war. Ich musste mir wirklich gut überlegen, ob ich mir das zutraue – ich stehe aber sehr auf ungewohnte Herausforderungen.

Was haben Sie gedacht, als Sie zum ersten Mal die Uniform trugen? Ist ein Kleidungsstück immer hilfreich, um in eine Rolle zu schlüpfen?

Für mich ist jedes Kostüm "meine Dreh-Uniform". Ich liebe den Prozess der Kostümfindung und genieße es sehr, darin einzutauchen. In diesem Fall mochte ich meinen Overall besonders. Der Gang verändert sich automatisch, die weiblichen Rundungen sind versteckt. Ich fühlte mich direkt männlich und hatte durch die Einheitsuniform eine wichtige Gemeinsamkeit mit meinen Fliegerkollegen. Hinzu kam, dass wir meinen fünfmonatigen Babybauch darin perfekt verstecken konnten.

Können Sie eine Rolle abends nach Drehschluss locker abschütteln? Oder waren Sie über die Drehwochen Soldatin?

Früher gab es Figuren, die haben mich noch lange nach Drehende begleitet – jetzt habe ich einen Alltag mit Kindern, muss sofort wieder funktionieren, und das fühlt sich sehr gesund an.

Was zeichnet Hartmut Schoen als Regisseur aus?

Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Selten habe ich einen so knallwachen und mutigen Regisseur erlebt, der mir schon beim Casting so viel Raum gelassen hat, so dass ich der Zusammenarbeit völlig vertrauen konnte. Glücklicherweise hat sich das beim Drehen dann auch nicht mehr verändert, sondern nur noch weiter bestätigt.

Wie lief das Zusammenspiel mit Maria Furtwängler?

Die Arbeit mit Maria war einfach nur wunderbar!

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