Bye-bye, Rosalie: Abschiedsinterview mit Natalie Alison

... über ihren Wiedereinstieg, die Rolle der Chef-Autorin und Freundschaften

Rosalie (Natalie Alison) ist gerührt - Michael (Erich Altenkopf) gibt sie frei.
Rosalie ist gerührt - Michael gibt sie frei. | Bild: ARD / Christof Arnold

Lustig, abwechslungsreich, extravagant – mit diesen Worten beschreibt Natalie Alison die Rolle der Rosalie Engel, die sie fast zwei Jahre am "Fürstenhof" verkörperte.

Früher hat sich Rosalie den ein oder anderen Fehler geleistet – aber das soll sich ändern, als sie überraschend an den "Fürstenhof" zurückkehrt. Trotz ihres Sinneswandels waren Rosalies gelegentliche Geldprobleme geblieben und sie versuchte diese so gut wie möglich zu lösen. Nach vielen Auf und Abs konnte sich Rosalie mit der tatkräftigen Unterstützung ihres Partners Michael Niederbühl als Barchefin am "Fürstenhof" und Besitzerin des Café Liebling durchsetzen. Doch trotz ihrer gemeinsamen, aufregenden Zeit kehrte schließlich der Alltag in die Beziehung von Rosalie und dem charmanten Arzt ein. Das machte Rosalie anfällig für die Avancen des Abenteurers Raphael Kofler, mit dem sie Bichlheim verlässt, um in Key West eine Bar zu eröffnen.

Wir haben mit Natalie Alison anlässlich ihres Ausstiegs gesprochen.

Erinnerst du dich noch an den Moment, als du die Zusage für die Rolle der Rosalie bekommen hast?

Klar, Silke Klug-Bader rief mich an und sagte: Spreche ich mit Rosalie Strobl? So hätte Rosalie ursprünglich mit Nachnamen heißen sollen – so wie ihre Schwester Emma Strobl.

Wie hast du deinen ersten Drehtag erlebt?

Das war 2008, Ende Juli: Ich hatte eine Szene mit Rene Oltmanns und war sehr aufgeregt. Und mein erster Drehtag im Jahr 2020: Es war ja schon mein fünfter Besuch am Fürstenhof. Es ist jedes Mal ein Heimkommen und so, als ob man nie weg war.

Wie hast du dich auf deine Rolle vorbereitet?

2008: Ich habe natürlich den Text gut gelernt. Da ich nur zwei Szenen vor der Sommerpause hatte, gab es noch nicht so viele Drehbücher vorzubereiten. Rosalie ist eher mit der Zeit gewachsen und entstanden.

2020: Rosalie ist nach fast sechs Jahren tief verankert in mir. Bei ihr ist alles ein bisschen größer und intensiver als bei mir. Meistens tragen auch die Kostüme dazu bei, einen Charakter wiederzufinden.

Gab es eine Szene deiner Kolleginnen oder Kollegen, die du selbst gerne gespielt hättest?

Ich hätte sicherlich gerne mal eine "Sturm der Liebe"-Traumhochzeit gespielt, wie jedes Jahr unser Hauptpaar.

Was war das Verrückteste, das dir am Set passiert ist?

Als Cosima einen Mordversuch gegen Rosalie startete, musste ich mit geschlossenen Augen auf eisiger Straße mit Gegenverkehr einschlafen und weiterfahren. Das war irre schwierig und crazy.

Gibt es einen Job am Set, den du gerne mal für einen Tag ausprobieren würdest?

Chef-Autorin, um die Geschichten bestimmen zu dürfen :-)

Was vermisst du am "Sturm" am meisten?

Die lieben Kollegen vor und hinter der Kamera natürlich. Manche Freundschaften wie zum Beispiel zu Jeannine alias Vanessa werden aber auch die "Sturm"-Zeit überdauern.

Wo möchtest du karrieretechnisch noch hin? Wo siehst du dich in ein paar Jahren?

Ich möchte meine zwei Drehbücher verfilmen. Dann habe ich mit einem neuen Buch-Projekt über meinen verstorbenen besten Freund angefangen. Ich würde außerdem gerne internationale Projekte in anderen Sprachen und fremden Ländern drehen und weiterhin neue Filmideen entwickeln.

Jubiläums-Interview: Natalie Alison über 15 Jahre SdL

Das Interview führte Simone Reichl für DasErste.de