Lanthaler

Mit Hilfe von Zwei Mafiakiller möchte sich Statthalterin Santoro an Sofia (Sinja Dieks, Mitte) rächen.
Mit Hilfe von Zwei Mafiakiller möchte sich Statthalterin Santoro an Sofia rächen. | Bild: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer

Sinja Dieks als Sofia Lanthaler

Sofia ist ihrem Vater gegenüber loyal bis hin zur Selbstaufgabe. Welche Rolle spielt Loyalität in Ihrem Leben?

Ohne Vertrauen, das Gefühl, sich wirklich auf jemanden verlassen zu können, würde das Leben ganz schön wackeln. Loyalität in Freundschaften oder innerhalb der Familie ist für mich der Hauptbaustoff oder der Kleber, der alles zusammenhält.

Sofias Situation spitzt sich in „Zündstoff“ dramatisch zu – sie soll sogar lebendig begraben werden. Wie sehr reizen Sie solche außergewöhnlichen Szenen oder auch Action-Szenen?

In „Zündstoff" ist Sofia die Gejagte. Sie will ihr Revier nicht verlassen und in Kontakt mit ihrer Familie bleiben, wobei sie das große Risiko eingeht, als Freiwild von der Mafia erschossen zu werden. Die Angst um ihren Vater hält sie, ihre eigene treibt sie voran. Sie rennt. Sobald es im Spiel sehr physisch wird, die Pumpe schnell schlägt, schaltet sich bei mir automatisch Aufregung ein. Das hilft bei actionreichen und emotional gespannten Szenen sehr und gibt mir ein Gefühl, das alles sei sehr real! Das fühlt sich bestimmt nicht immer gut an, gerade bei heftigen Gewaltszenen, aber es hilft mir, das Spiel zu vergessen.

Wie steht es um Ihren Konsum von Krimiserien?

Ich habe einige deutsche wie skandinavische Krimiserien gesehen und mag die Verbindung aus spannenden Fällen, Atmosphäre und den horizontal erzählten Geschichten der Protagonist*innen sehr. Grenzerfahrungen, die solche Kriminalfälle ja oft darstellen, können Abgründe, Ängste und Sehnsüchte der Charaktere schnell katalysieren und an die Oberfläche bringen. Das ist für mich meist aufregender zu beobachten als der Fall selbst.

Helmfried von Lüttichau als Robert Lanthaler

Warum wollten Sie Robert Lanthaler gern spielen? Was ist das Besondere dieses Filmcharakters?

Das Besondere ist die Wandlung, die er durchmacht. Auf ganz unspektakuläre Weise. Er macht alles ohne viel Worte mit sich aus – und handelt.

Robert Lanthaler gehörte zu den Südtiroler Befreiungskämpfern. Haben Sie schon mal demonstriert?

Ich war noch nie ein regelmäßiger Demonstrationsgänger. Aber natürlich bin ich auch schon auf die Straße gegangen und habe Appelle unterschrieben, zuletzt für den Mietenstopp in München.

Dreharbeiten in den Dolomiten – woran denken Sie vor allem zurück? Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Die Landschaft ist natürlich beeindruckend, da war es ja schon jeden Tag ein Erlebnis, bei der Fahrt zum Drehort aus dem Fenster zu schauen. Natürlich war ich dort auch schon im Urlaub, aber in dieser grandiosen Umgebung arbeiten zu dürfen, ist schon was ganz Besonderes.

0 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.