Stefano Bernardin

Der Taxifahrer Riccardo (Stefano Bernardin) hat ein Geheimnis.
Der Taxifahrer Riccardo hat ein Geheimnis. | Bild: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer

Stefano Bernardin als Riccardo Riello

Ihre Eltern sind Italiener, aufgewachsen sind Sie in Wien. Wie kamen Sie zur Schauspielerei?

Schauspielerei war verpönt in meiner Familie. Eigentlich wollte ich ja Schlagzeuger werden, aber dann habe ich schnell gemerkt, dass man stundenlang allein im Keller üben muss. Ich habe dreieinhalb Jahre Wirtschaft studiert, dann kam das Schauspiel, das ich eher durch Zufall für mich entdeckt habe. Es kam die erste Serie, kurz darauf der Gewinn der Romy. Dann versuchte ich mich am Theater und gewann gleich einen Theaterpreis. Da wusste ich: Schauspiel passt für mich!

Haben Sie schon einmal einen Polizisten gespielt?

Polizist war ich erstmals 2018 für „Der Auftrag“. Ansonsten befand ich mich bisher immer auf der anderen Seite als Mörder oder Verdächtiger. Mal sehen, was sich besser anfühlt. (lacht) Im „Bozen-Krimi“ darf ich als Riccardo Riello ja undercover unterwegs sein, das ist sehr spannend. Da kann ich zwei Gesichter zeigen.

Wie fühlte es sich für Sie an, in ein eingespieltes Team einzusteigen?

Ob Sie es glauben oder nicht: Schon beim Casting hatte ich ein super Gefühl und habe mich gleich wohl gefühlt. Thorsten Näter und Chiara Schoras waren mir von Anfang an nicht nur sehr sympathisch, wir haben auch einen ähnlich schrägen Humor und ähnliche Interessen. Am Set wurde dieses anfängliche Gefühl eigentlich nur potenziert und massiv verstärkt. Thorsten, quasi der „Papa“ des Riccardo Riello, war zu mir wirklich wie ein Vater und hat mich behutsam dorthin geführt, wo meine Filmfigur hinmusste. Mit Chiara habe ich ein fantastisches freunschaftliches Verhältnis. Wir sprechen im gleichen Satz Italienisch und Deutsch, lachen wahnsinnig viel, singen und tanzen. Ich bin wirklich sehr, sehr froh, dass ich sie an meiner Seite habe, zwischenmenschlich und beruflich.

Wie haben Sie die Dreharbeiten in Südtirol erlebt?

Als Italiener war ich als Kind jedes Jahr in Italien, immer in der Toskana oder in Venetien und sehr viel am Meer. Wie wunderschön Südtirol ist, war mir nicht klar gewesen, und Bozen ist genau meine Stadt. Alle reden Deutsch und Italienisch, meine Muttersprachen. Ich liebe es! Das Schöne ist ja, dass wir überall drehen, also nicht nur in Bozen und Umgebung, sondern bis Trento und auf der anderen Seite bis an die Grenze zur Schweiz. Ich habe tolle Stunts und Explosionen gesehen und durfte nach 20 Jahren wieder ein bisschen Motorrad fahren.

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