Fragen an Maris Pfeiffer und Wolfgang Stauch (Buch und Regie)

Maris Pfeiffer und Wolfgang Stauch

Der Kämpfer Abuzar Zaurayev-Schmidt (Surho Sugaipov, stehend) im Gefecht mit seinem Gegner bei einem illegalen Kampf.
Szenenbild: Der Kämpfer Abuzar Zaurayev-Schmidt (Surho Sugaipov, stehend) im Gefecht mit seinem Gegner bei einem illegalen Kampf. | Bild: WDR / Thomas Kost

Frage an Regisseurin Maris Pfeiffer

Obwohl die Ermittler hier in der extrem brutalen Szene illegaler Kampfsportevents ermitteln müssen, scheint dieser Tatort weniger düster als frühere Fälle aus Dortmund. Wie kommt das?

Es hat zum einem sicherlich mit dem (schwarzen) Humor zu tun, den das Drehbuch hatte, zum anderen aber auch mit meinem Blick auf die Welt, der sich von dem der Kollegen unterscheidet. Ich habe mich bewusst entschieden, dem Stoff, auch wegen der Härte der Kämpfe, eine andere Art von Tempo und Lebendigkeit und Humor entgegen zu setzen. Daraus hat sich diese andere Art von Umgang mit Kamerabewegungen und Farben entwickelt – die früheren Dortmund Tatorte waren, sowie ich mich erinnere, eher blau-grau, haben intensive Farben vermieden und waren stilisierter in der Kameraführung.

Der Kämpfer Abuzar Zaurayev-Schmidt (Surho Sugaipov, stehend) im Gefecht mit seinem Gegner bei einem illegalen Kampf.
Szenenbild: Die Kommissare Jan Pawlak (Rick Okon, l) und Peter Faber (Jörg Hartmann, M) mit dem Leiter des Kampfsport-Studios (Robert Gallinowski). | Bild: WDR / Thomas Kost

Statement von Buchautor Wolfgang Stauch

»Ich wollte in "Tod und Spiele" einen etwas leichteren Ton als in Dortmund üblich anschlagen – ohne dass es zur Komödie wird, es sollte ernst bleiben, aber nicht auf jede Tragödie noch ein Trauerspiel folgen. Heißt auch: Faber, zumindest für den Moment, ein Stück weit aus dem Abgrund und seinem Trauma holen, indem die Gegenwart für ihn emotional wichtiger wird als die Vergangenheit. Was im Grunde nur durch Bönisch möglich ist. Indem sie sich für einen doch recht ambivalenten mutmaßlichen Mörder und Multimilliardär interessiert, provoziert sie tatsächlich die eine oder andere überraschende menschliche Regung bei Faber – obwohl er nach wie vor behauptet, zu keinerlei menschlichen Regungen fähig zu sein.«

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