Fragen an Bjarne Mädel

Dietmar Schäffer (Bjarne Mädel)
Bjarne Mädel in seiner Rolle als Diemtar Schäffer | Bild: WDR / Michael Böhme

Mit "Ein Mord mit Aussicht" ist ein besonderer und eigenständiger Film gelungen. Was hat Sie an dem Drehbuch überzeugt?

Ich mochte von Anfang an die Idee, unsere Geschichte nach japanischem Vorbild aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Das Drehbuch gab uns die Möglichkeit spielerisch und ästhetisch mit dem Mittel der Übertreibung zu arbeiten und die uns lieb gewonnenen Charaktere bis ins Absurde zu überzeichnen. Diese Möglichkeit hat uns extrem Spaß gemacht, da sie uns – in einer dem Realismus verhafteten Fernsehwelt – eher selten geboten wird.

Dietmar landet nach seiner Geburtstagsfeier betrunken auf der Wache von Hammelforst zum Verhör. Ein Albtraum. Wie sind sie an diese Szene, die sie urkomisch spielen, herangegangen?

Ich war stark betrunken!

Erfährt der Zuschauer im Film etwas Neues über Schäffer?

Man erfährt, dass Dietmar neben der Leidenschaft für Tierfilme auch noch eine weitere hat und dem Genre "Western" verfallen ist. Und wir können sehen, dass er sehr geschmeidig hinfallen kann.

Für Dietmar Schäffer ist Hengasch die Heimat. Was verbinden Sie, Herr Mädel, mit dem Begriff Heimat?

Hamburg. Möwen. Freunde. Menschen mit einer Geisteshaltung, die meiner entspricht und z.B. Respekt anderen gegenüber beinhaltet. Heimat ist für mich aber auch meine tolle Freundin und mein Sofa und somit Sicherheit und Geborgenheit.

Ist "Bärchen" für Dietmar als Kosename auch in Ordnung?

Dietmar Schäffer wurde bewusst von uns und seiner Frau Heike: "Bär" genannt, niemals in all den Jahren "Bärchen". Wir haben uns gegen eine Verniedlichung entschieden und wir, Dietmar Schäffer und seine Muschi bitten darum, das zu respektieren.

Hat der große Erfolg der Serie Sie bei den Dreharbeiten zum Film beflügelt?

Nein. "Erfolg" ist für mich ein abstrakter Wert. Während ich arbeite bzw. spiele, denke ich nicht über Erfolg oder Misserfolg nach, die eine solche Arbeit dann ein Jahr später ernten könnte. Beflügelt haben mich, wie schon in den letzten Jahren, bei den Dreharbeiten zu den "erfolgreich" abgeschlossenen 39 Folgen –meine wunderbaren Kolleginnen Caroline Peters, Meike Droste und Petra Kleinert.

Wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur Jan Schomburg, der ja bisher hauptsächlich Kinofilme inszeniert hat?

Unaufgeregt. Die viele Kinoarbeit scheint ihm nicht wirklich geschadet zu haben. Er hatte halt für diese Arbeit weniger Zeit als das im Kino üblich ist, machte aber auf mich keinen übermäßig gehetzten Eindruck.

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