Florian Stetter als Christoph Berkenbusch

Wallat (Peter Kurth, li.) hält wenig von dem idealistischen Dorfpastor Christoph Berkenbusch (Florian Stetter).
Wallat hält wenig von dem idealistischen Dorfpastor Christoph Berkenbusch. | Bild: ARD Degeto / Boris Laewen

Sie spielen den Pfarrer Christoph Berkenbusch, der den verurteilten Straftäter Joseph Hagenow bei sich aufnimmt. Was sind seine Motive dafür?

Sein christlicher Glaube und die darin enthaltenen Grundsätze. Reue zum Beispiel – er ist davon überzeugt, dass Hagenow seine Tat bereut hat. Er hat ihn lange im Gefängnis begleitet und ist sich sicher, dass Hagenow erkannt hat, falsch gehandelt zu haben. Er hat Buße getan, indem er seine Gefängnisstrafe abgesessen hat. Er darf nun neu anfangen, ihm wurde von Gott vergeben und er verdient eine zweite Chance für ein anständiges Leben.

Warum hat Berkenbusch seiner Hausangestellten den Haftgrund von Hagenow verschwiegen?

Er erkennt irgendwann, dass es ein Fehler war. Er wollte seine Haushälterin schützen, indem er ihr Hagenows Tat verschwiegen hat. Er hat sie belogen anstatt sie aufzuklären. Dadurch verliert er ihr Vertrauen und sie kündigt.

Bereut Berkenbusch an irgendeiner Stelle, Hagenow in sein Haus aufgenommen zu haben?

Nein, er bereut es meiner Meinung nach nicht. Er hat in seiner christlichen Welt richtig gehandelt. Er ist von seinem Glauben fest überzeugt. So schmerzhaft das nun ist. Vielleicht hat er sich getäuscht in Hagenow. Er glaubt, denke ich, bis zuletzt daran, dass Hagenow nicht der Entführer ist. Er hat Angst, dass es anders sein könnte – es quält ihn die Vorstellung, dass er sich in ihm getäuscht haben könnte. Dass seine schützende Hand für Hagenow nur ein Türöffner zu einem neuen Verbrechen war und dass ein Kind eventuell dadurch in Lebensgefahr gerät.

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