Fragen an Daniel Roesner und Hannes Jaenicke

"Retter der Meere: Tödliche Strandung" - am 6. Februar 2021, 20:15 Uhr im Ersten
"Retter der Meere: Tödliche Strandung" - am 6. Februar 2021, 20:15 Uhr im Ersten  | Bild: ARD Degeto / Wiedemann & Berg / Daniel Villiers

Wie haben Sie sich auf die Dreharbeiten vorbereitet?

Daniel Roesner: Ich habe mich intensiv mit dem Thema Meeresbiologie auseinandergesetzt und eine Ausbildung zum Freitaucher gemacht. Ich wollte die Unterwasserwelt und ihre Bewohner verstehen lernen und durch das geräuschlose Tauchen mit einem einzigen Atemzug ein unauffälliger und nicht störender Beobachter sein. Außerdem war mit unserer Produzentin Nanni Erben und ihrem Team vereinbart, dass ich alle Über- und Unterwasserszenen selbst drehen würde und dafür war ein ausgiebiges Wissen erforderlich.

Hannes Jaenicke: Da musste Daniel mehr leisten als ich. Ich habe mich bei den Dialogen sehr mit eingebracht.

Was hoffen Sie, durch diesen Film beim Publikum zu erreichen?

Roesner: … dass wir unsere Zuschauerinnen und Zuschauer auf eine spannende und unterhaltsame Reise mitnehmen, auf der ihnen relevantes Wissen über den Zustand unserer Umwelt, speziell unserer Ozeane, vermittelt wird. Hierbei hoffe ich, dass unsere Hauptcharaktere gute Beispiele dafür sind, wie man sich für eine allgemein positivere Welt einsetzen kann.

Jaenicke: … dass wir es auch mit einem unterhaltsamen Spielfilm schaffen, auf den Zustand unserer Gewässer und Ozeane aufmerksam zu machen und die Zuschauerinnen und Zuschauer für den Meeresschutz zu begeistern.

Was kann ein fiktionaler Film Ihrer Meinung nach eher erreichen als eine Dokumentation?

Roesner: Ein fiktionaler Film kann den Zuschauern mit Hilfe seiner Geschichte wichtige Inhalte vermitteln, ohne sie dabei mit Fakten zu überladen. Fiktion kann im Gegensatz zur Dokumentation spannende und unterhaltsame Situationen und Charaktere erschaffen und dabei die gleiche Aussage bzw. Information wie ein dokumentarischer Film tragen.

Jaenicke: Mit einem Film ist es leichter, die Zuschauer auf eine Reise mitzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit den Protagonisten zu identifizieren.

Was würden Sie sich von Medien zur Thematisierung von Umweltschutz wünschen?

Jaenicke: .. dem Nichts- oder Zuwenig-Tun von Industrie und Politik, ihrem Geschwätz und Greenwash entgegenzuwirken und das Publikum auf unterhaltsame und spannende Weise zu informieren, wie es wirklich um unsere Natur und Umwelt steht.

Roesner: Mehr ehrliche Fakten über den genauen Zustand unserer Umwelt bringen, um gleichzeitig inspirierende, konstruktive und motivierende Inhalte zu schaffen, die uns ermutigen, eine bessere Zukunft zu kreieren. Ich wünsche mir, dass die Relevanz von Wirtschaft, Wachstum, Werbung und Geld in den Medien hinter die Relevanz einer gesunden und sozialen Gesellschaft rückt, die den Erhalt und die Wertschätzung unserer Erde als höchstes Gut anerkennt.

Wie war die Zusammenarbeit mit dem internationalen Team?

Roesner: Großartig! Die Menschen vor Ort waren zauberhaft und hochprofessionell. Dazu hatten sie immer ein Lachen auf den Lippen und ihre Begeisterung für das Thema unseres Films war allgegenwärtig. Die unterschiedlichsten Kulturen am Set haben den Dreh wunderbar bunt gestaltet.

Jaenicke: Mir macht es immer großen Spaß, mit Teams aus vielen verschiedenen Ländern und mit babylonischer Sprachverwirrung zu drehen. Man lernt so viel!

Sie beide kennen sich privat sehr gut, wie wirkt sich das auf die Zusammenarbeit aus?

Roesner: Wir kennen uns seit vielen Jahren sehr gut und verbringen an unterschiedlichen Orten viel Zeit miteinander. Diesmal durften wir dazu noch gemeinsam arbeiten, was unsere Freundschaft nur weiter gefestigt hat.

Jaenicke: In der drehfreien Zeit haben wir am Drehbuch gearbeitet, geprobt, und möglichst konstruktiv über Rollen und Dialoge gestritten.

Wenn Sie in einem Satz eine wichtige Botschaft in die Welt tragen könnten, welche wäre das?

Roesner: Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist. (Dalai Lama)

Jaenicke: Es gibt keinen Grund, nicht freundlich zu sein. Und: There is no planet B!

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