Fragen an Walter Sittler

Walter Sittler in seiner Rolle als Sebastian Leitner
Walter Sittler in seiner Rolle als Sebastian Leitner | Bild: ARD Degeto / Guido Engels

Nach 20 Jahren Funkstille bahnt sich eine Versöhnung zwischen Sebastian und Lorenz an. Warum entschließt sich Sebastian, einen Schritt auf seinen einstigen Freund zuzugehen?

Sebastian lernt aus dem Umgang mit Kindern, fast den einzigen, denen er wirklich vertraut, worauf es ankommt. Zeit füreinander zu haben, mutig zu sein und klug. Er lernt, dass die Kinder nicht den Eltern gehören, dass Freundschaft etwas Unersetzliches ist, und ihm gefällt auch der Umgang seiner erwachsenen Kinder mit dem seines Ex-Freundes nicht. Er beantwortet die Frage: "Was ist wirklich wichtig? – Ich, mit meinen Gefühlen."

Glauben Sie selbst an die Macht der Freundschaft? Kann man so große Unglücksfälle je verzeihen?

Ich persönlich glaube sehr an Freundschaft, und es ist auch so, dass man, nach meiner Meinung, nicht viele echte Freundschaften haben kann – dafür reicht die Zeit nicht, denn ohne Zeit ist es umsonst. Unglücksfälle kann man verzeihen, vor allem, wenn es ein unverschuldetes Unglück ist und man sich mit seinen eigenen Gefühlen nicht wichtiger nimmt als die Gegenüber. Es erfordert Größe und Bescheidenheit – das ist nur scheinbar ein Widerspruch. Alle, ausnahmslos alle wirklich großen Persönlichkeiten sind bescheiden, weil sie um die Vergänglichkeit wissen.

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