Fragen an Lasse Myhr

Lasse Myhr spielt Tobias Feinstein

Wie würden Sie Tobias charakterisieren? Ist er mit seinem Leben zufrieden?

Ich würde Tobias vordergründig nach kurzem Kennenlernen nicht als den chauvinistischen Sexist beschreiben, dessen Leidenschaft und Lebensinhalt nur daraus besteht, die nächstbeste Frau flach zulegen. Im Laufe dieser Geschichte zeigt Tobias nämlich auch andere Seiten, die klarmachen, dass es ihm nicht immer nur um das Eine geht. Tobias ist Deutscher jüdischen Glaubens und wird durch die vielen zu bewältigenden Situationen des Lebens in Beruf und Freizeit immer wieder mit seiner Religion konfrontiert – besonders in der Begegnung mit Anne – und muss sich deshalb mit seiner jüdischen Identität in Gegenwart und Vergangenheit immer wieder auseinandersetzen. Tobias geht damit souverän, schlagfertig, intelligent und manchmal leicht genervt, auch ironisch, aber immer aufgeschlossen und freundlich um. Deshalb glaube ich, dass Tobias zufrieden mit seinem Leben ist.

Was unterscheidet Tobias und Daniel voneinander; und was macht wiederum die Freundschaft zwischen beiden aus?

Tobias und Daniel sind in erster Linie sehr gute Freunde und sind nicht nur bei der Arbeit und auf dem Golfplatz ein gutes Team. Die Charaktere von Tobias und Daniel unterscheiden sich insbesondere in ihrem Verhältnis zum anderen Geschlecht. Während Tobias das schnelle Vergnügen und den Wechsel sucht, glaubt Daniel an die eine große, wahrhaftige Liebe. Ihre Freundschaft ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Tobias wird nicht müde, seinem Freund Beziehungsratschläge zu erteilen, aber nicht alle Ratschläge von Tobias erweisen sich im Nachhinein als sinnvoll.

Gibt es ein besonders schönes Erlebnis von den Dreharbeiten, an das Sie gern zurückdenken?

Insgesamt waren es so viele schöne Erlebnisse mit Verena, Lisa, Maxim und Regisseur Wolfgang Murnberger und dem Team. Ich wüsste gar nicht, wo anfangen und wo aufhören. Besonders in Erinnerung wird mir der Drehtag auf dem Golfplatz bleiben. Das Adjektiv "schön" möchte ich hier mit "einmalig" übersetzen, denn es war ein außergewöhnliches Erlebnis. Der Außendreh fand im Spätherbst statt. An dem Tag blieben die Sichtverhältnisse durch sehr starken Nebel extrem beschränkt. Golf spielen bei richtig dicker Nebelsuppe! Die Bälle flogen ins Nirgendwo! Das zur Vorbereitung absolvierte Golf-Training für diesen Film konnte uns auf diese Wetterverhältnisse nicht vorbereiten. Trotz des Nebels schaffte es mein Kollege Stefan Merki mit einem einzigen, gekonnten Abschlag und “Hole-in-one“, uns alle zu überraschen!

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