Statement von Wolfgang Murnberger

Von links: Maxim Mehmet (Rolle: Daniel), Regisseur Wolfgang Murnberger und Verena Altenberger (Rolle: Anne) sprechen über das nächste Bild.
Von links: Maxim Mehmet (Rolle: Daniel), Regisseur Wolfgang Murnberger und Verena Altenberger (Rolle: Anne) sprechen über das nächste Bild. | Bild: Bavaria Fiction GmbH/BR/Conradfilm GmbH & Co. KG/ORF / Stephan Schaar

Statement von Regisseur und Drehbuchautor Wolfgang Murnberger

»In den bewährten Koproduktionen von BR und ORF habe ich schon die Komödien "Wer hat Angst vorm weißen Mann?" mit Andreas Giebel und Brigitte Hobmeier, "Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit" mit Tobias Moretti und Brigitte Hobmeier und "Nichts zu verlieren" mit Georg Friedrich und Lisa Wagner gedreht. "Schönes Schlamassel" ist nun schon der vierte Film in der Zusammenarbeit mit den beiden Redaktionen.

Bei "Schönes Schlamassel" hat mich ganz besonders die Geschichte in ihrer Einfachheit interessiert. Zwei Frauen, gespielt von Verena Altenberger und Lisa Wagner, zwei Männer, gespielt von Maxim Mehmet und Lasse Myhr, ihr Sex und ihre Liebe! Ein Kammerspiel von vier Figuren, wenn man so will, mit einem Gast Dieter Hallervorden, und dem großen Vorteil sich ganz auf das Schauspiel der hervorragenden Darsteller-Innen einlassen zu können. Eigentlich geht es ja "nur" um eine vermeintlich kleine Lüge beim ersten Kennenlernen, einer der Männer gibt vor, Jude zu sein, um bei einer der beiden Frauen zu landen, die eine echte Philosemitin ist.

Der Drehbuchautor Peter Probst, den ich schon von der Zusammenarbeit bei 'Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit' kenne und schätze, hat aus dem Stoff eine klassische Rom-Com geschrieben, die ich bearbeitet habe. Ich spoiler‘ jetzt ein wenig und verrate, dass weder Dresden bombardiert wird noch eine Pistole auftauchen wird. Die gefährlichste "Waffe" wird eine Kippa sein.

Die Dreharbeiten fanden im Herbst 2019 statt. Ich habe wunderbare Erinnerungen an die gemeinsame Arbeit mit den Schauspielern, die so schön war, dass wir uns sogar noch nach zwölf Stunden Dreh bei einem kleinen Italiener verabredet haben, um gemeinsam gut zu essen und eine Flasche Wein zu leeren.

Eine andere, fast schon gespenstische Erinnerung ist die an den Tag der Abnahme der Endmischung. Diese war am letzten Tag, bevor die Grenzen zwischen Österreich und Deutschland wegen Corona dichtgemacht wurden. Ich fuhr noch in der Nacht mit einem einzigen weiteren Fahrgast in sieben leeren Waggons in einem Geisterzug von München nach Salzburg und dann weiter nach Wien. Als ich mich in München verabschiedete, glaubte man dort noch: Die spinnen schon wieder die Österreicher…«

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