Zoe Moore im Interview

Hat Mitleid mit Robin (Zoe Moore): Yalcin Gümer (Fahri Yardim)
Hat Mitleid mit Robin: Yalcin Gümer  | Bild: NDR / Christine Schroeder

Zoe Moore im Interview

»Robin Pien gehört für mich zu diesen souveränen Frauen, die sich nicht duckmäuserisch verhalten.«

Haben Sie alle Tschiller-„Tatorte“ angeschaut, um sich auf die Rolle vorzubereiten?

Ich hatte die „Tatorte“ mit Til Schweiger gesehen, als sie im Fernsehen liefen, aber ich wollte sie mir zur Vorbereitung auf meine Rolle nicht nochmal anschauen, weil wir ja etwas ganz Neues machen wollten.

War es längst überfällig, dass im Tschiller-„ Tatort“ endlich eine Kommissarin die aktive Rolle bei den Ermittlungen spielt?

Ich finde es immer toll, wenn im Fernsehen nicht nur eine Männerriege präsentiert wird, die als die großen Macher alle zur Stecke bringt und die Frauen nur zugucken. Beim „Tatort“ gibt es schon viele tolle Kommissarinnen, die ein modernes Frauenbild vermitteln, und die man sich zum Vorbild nehmen kann. Robin Pien gehört für mich zu diesen souveränen Frauen, die sich nicht duckmäuserisch verhalten oder von Männern klein machen lassen. Sie handelt sehr eigenständig und lässt sich von Gümers machohaftem Gehabe nicht plattmachen. Sie zieht ihr eigenes Ding durch und ist eine sehr starke Person. Das mochte ich auf Anhieb.

Warum läuft es anfangs nicht rund zwischen Gümer und Pien?

Gümer misstraut allen, weil es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Pien ist die einzige, die er nicht kennt und nicht einschätzen kann, deshalb fällt der Verdacht auf sie. Für mich war Robin Pien eine, die sich von Gümers Vorbehalten so wenig wie möglich beeinflussen lässt, weil sie hochprofessionell arbeiten möchte. Sie kommt gerade von der Polizeischule, ist super aufmerksam und erledigt alles nach Lehrbuch. Deshalb ist sie noch nicht in so einem Trott gelandet wie langjährige Ermittler, die auf manches gar nicht mehr achten. Gümer merkt natürlich schnell, dass Pien einen eigenen Kopf hat und selbständig ermittelt. Sie gibt ihm ständig Kontra, und dadurch entsteht eine aufgeladene Spannung zwischen den beiden.

War alles vom Drehbuch vorgegeben oder konnten Sie am Set eigene Ideen für Ihre Figur einbringen?

Ich habe vor allem mit Fahri gedreht, und wir konnten uns ausprobieren und herausfinden, wie man den neuen „Tatort“ Hamburg präsentieren möchte. Man muss bei Fahri echt auf der Hut sein, weil er ein Improvisations-Profi ist. Er denkt sich so viele Sprüche mitten in der Szene aus, variiert seinen Text völlig frei, und man muss sich schon sehr zusammenreißen, um noch bei der Sache zu bleiben. Aber das ist auch toll, weil man flexibel und locker bleibt. Wir haben uns die Bälle zugeworfen, und dadurch entsteht eine besondere Geschichte zwischen den beiden.

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