SENDETERMIN Fr., 23.12.22 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Friedliche Feiertage

mit Karoline Fieting, Erziehungsberaterin und Familien-Coach

PlayWeihnachten, Familie
Service: Friedliche Feiertage | Video verfügbar bis 23.12.2024 | Bild: WDR

Weihnachten, das ist nicht nur das Fest der Liebe und der Familie. Es ist auch das Fest der Erwartungen und der Anspannung. Nach der Hektik der Vortage liegen dann schon oft am 2. Weihnachtstag die Nerven blank und die familiäre Ausnahmesituation beginnt. Streit zu Weihnachten gibt es nicht nur, weil das falsche Geschenk unterm Tannenbaum liegt oder die Gans zu trocken ist. Unser Familien-Coach Karoline Fieting gibt Ihnen Tipps für entspannte Feiertage und dabei gilt: Weg mit Stress und hohen Erwartungen.

Weihnachten ist kein Korsett

Nichts ist schlimmer als der Satz: "Das haben wir schon immer so gemacht!" oder "Das ist schließlich Tradition!" Die Erwartungen an ein perfektes Weihnachtsfest im Kreis der Familie oder der Freunde sind oft extrem hoch. Warum eigentlich? Schrauben Sie die Erwartungen an sich selbst, die Kinder oder den Partner runter. Und gehen Sie nicht unter Dampf, sondern entspannt an das "Unternehmen Weihnachten". Wer hier mit einer positiven Einstellung unterwegs ist, hat mit seiner Umgebung gleich eine viel harmonischere Kommunikation – und die ist ganz wichtig.

Wohlfühl-Weihnachten

Weihnachten sollte für niemanden einen Zwang darstellen. "Wir müssen noch singen!" oder "Die Kinder müssen noch ein Gedicht aufsagen!" bringt schon unnötigen Druck in die Sache. Haben die Kinder Spaß am Gedicht, dann gerne. Ansonsten gilt: Lassen Sie Dinge weg, mit denen sich andere nicht wohlfühlen, selbst wenn sie unter das Stichwort "Tradition" fallen. Denn wer an Weihnachten nicht singen möchte, der sollte es auch nicht.

Es ist ganz wichtig, sagt Karoline Fieting, dass man niemandem etwas überstülpt, dass er nicht möchte. Bekannte Problemstellungen sollte man einfach im Vorfeld ansprechen, auch wenn es schwer fällt. Machen Sie auch nicht unnötig auf heile Familie. Jeder hat das Recht, auch an Weihnachten er selbst und authentisch zu bleiben.
Wie immer gibt es aber auch dabei kein Patentrezept. Die Familie muss das jeweils für sich entscheiden und oftmals sind es die kleinen Dinge, die das Familienleben oder die Zusammenkunft in einer Gruppe vereinfachen.

Alles wie immer?

Akzeptieren Sie die "Weihnachtsgemeinschaft" um sich herum wie an allen anderen Tagen auch. Wer auch an den Weihnachtstagen das tut, womit er sich in dieser Gemeinschaft auch sonst wohlfühlt, der macht nichts falsch. Muss es denn laufen wie immer? Nein. Machen Sie ein kleines Zeitmanagement für die Feiertage, evtl. sogar mit dem Rest der Familie, um Überraschungen zu vermeiden. Ein bisschen Planung und Struktur kann nicht schaden, auch wenn nicht alles so läuft wie in den letzten Jahren.

Und wenn es trotzdem knallt?

Ist die Stimmung aufgeheizt oder nicht gut, dann einfach mal die Situation verlassen. Akzeptieren Sie das andere Familienmitglied, auch dann wenn es mal zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Man sollte sich allerdings niemals beleidigt zurückziehen, sondern einfach mal "durchatmen". Was ganz wichtig ist: Formulieren Sie keine Vorwürfe.

Streit entsteht in den meisten Situationen aus nicht kommunizierten Wünschen und Erwartungen. Deshalb sollte man vorher schon mal klären wer sich was an den Feiertagen wünscht und wer welche Aufgaben übernehmen oder auch nicht übernehmen möchte.
Last but not least: Seien Sie nicht nachtragend und wärmen Sie keinesfalls Geschichten und Ärger aus den letzten Jahren auf.

Weitere Informationen

• Weihnachten ohne Stress und Streit, WDR
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr2/das-thema/audio-weihnachten-ohne-stress-und-streit-100.html

• Wie Sie Streit an Weihnachten verhindern, WDR
https://www1.wdr.de/wissen/mensch/weihnachten-kommunikation-100.html

• 5 Tipps für ein entspanntes Fest, SWR
https://www.swr.de/swr1/bw/programm/5-tipps-fuer-entspannte-weihnachten-100.html

Stand: 23.12.2022 10:20 Uhr

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